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Fasten - der königliche Heilweg Teil 1. Was ist Fasten?

  • 2. Dez. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Feb. 2025

Schweigespaziergang mit Sonnenaufgang


zitrone mit gesundem tee

Es ist der 25. November um 5 Uhr morgens. Ich liege wach im Bett, fühle mich ready für den Tag und kann nicht mehr schlafen. So ist das beim Fasten, die einen schlafen 10 Stunden die Nacht, die anderen sind zwischen 2 und 3 Uhr hellwach, wenn die Leber am meisten arbeitet, und manche brauchen weniger Schlaf als sonst. An diesem Morgen habe ich nur darauf gewartet, dass es 6:30 Uhr ist, damit ich mich endlich losmachen kann: auf meinen Schweigespaziergang zum Sonnenaufgang.

Ja verrückt, so kenne ich mich sonst nicht, ich bin definitiv ein Morgenmensch, aber so früh und voller Tatendrang und Energie? Es verblüfft mich, wie anders das Fasten jedes Mal ist und das ich mich am 4.ten Tag ohne feste Nahrung so frisch und klar fühle. Außerdem, wer steht schon im November bei Minusgraden im Dunklen um 6 Uhr energiegeladen auf, um spazieren zu gehen? Ein Fastender.


Ja, aber was genau ist mit FASTEN überhaupt gemeint?


Eine kleine Definition & Geschichte.

Essen und Nicht-Essen, satt sein und Hunger haben, Wärme und Kälte, Anspannung und Entspannung, Tag und Nacht – rhythmische Wechsel oder Gegenpole, welche das Leben seit Jahrtausenden bestimmen. Jahreszeitlich bedingte Schwankungen des Nahrungsangebots gehörten von Anbeginn des menschlichen Lebens dazu. Unser Körper ist genetisch und physiologisch darauf ausgelegt, für eine begrenzte Zeit ohne Nahrungszufuhr aus den gespeicherten Nahrungsdepots gut leben zu können – und das ohne Hunger oder Schwäche.

Die Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e.V. definiert das Fasten als den freiwilligen Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit (fünf Tage bis fünf Wochen). Helmut Lützner, ein wichtiger Fastenarzt, fügt den anschließenden, gestuften Kostaufbau und die Hinführung zu einem gesünderen Lebensstil hinzu. Wichtig dabei ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr, viel Bewegung im Wechsel mit Ruhe, sowie die Förderung der Ausscheidungsvorgänge über Darm, Leber, Nieren, Lunge und Haut.


In den meisten Religionen (z.B. Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus) gehören Fastenzeiten traditionell zum normalen Jahresablauf dazu, wenn auch einige Fasteninhalte gelockert wurden und das Fasten nur noch teilweise der ursprünglichen Fastentradition entspricht. In seinen Wurzeln diente es als eine Zeit der Besinnung, des Gebets, der Wegfindung und inneren Reifung. Die medizinischen Wurzeln des Fastens gehen von Hippokrates (um 460-370 v. Chr.) und Galenus (um 129-216 n. Chr.) über ins 19. Jahrhundert (Wunderlich in Leipzig, 1848, Tanner und Dewery in den USA, 1880, Schroth in Böhmen, 1829) bis hin in die erste Hälfte unseres Jahrhunderts (Möller, Riedlin, Mayr und Buchinger). Mit seinem Buch „Heilfasten“ (1. Auflage 1935) kann Buchinger als "der Mentor des ganzheitlich verstandenen Fastens gesehen werden". Besonders in den letzten Jahrzehnten gibt es, wie der renommierte Wissenschaftler und Chefarzt der Berliner Charité, Prof. Dr. Andreas Michalsen, ausdrückt: „eine wahre Explosion neuer Erkenntnisse über das Fasten.“ Erfahrungsmedizin und wissenschaftliche Forschung zum Thema Nahrungsverzicht sind auf bedeutungsvolle Zusammenhänge zwischen Fasten und Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Alzheimer und sogar Depressionen und Krebs gestoßen. Inzwischen liegen etliche wissenschaftliche Daten vor, die hypothetisieren und bestätigen, dass periodische Fastenzeiten gesundheitsförderliche bzw. therapeutische Effekte haben.


Grundsätzlich unterscheiden sich grob zwei Formen des Fastens: das Fasten für Gesunde und das Heilfasten bzw. therapeutische Fasten. Ersteres ist zeitlich kürzer (16 Stunden bis zehn Tage, „Kurzzeitfasten“), liegt in eigener Verantwortung, kann zuhause stattfinden und dient hauptsächlich der Vorbeugung und Vermeidung von Krankheiten. Das Heilfasten, oder therapeutischen Fasten, gilt als Langzeitfasten (zehn bis 40 Tage) und findet in einer Fastenklinik unter fastenärztlicher Leitung als eine medizinische Methode zur Behandlung von Krankheiten statt.

Weitere Varianten, wie gefastet werden kann, sind unter anderem das Wasserfasten, die Nulldiät, Teefasten, Schleimfasten, Molkefasten, Rohsäftefasten, Intervallfasten/intermittierendes Fasten (zwölf bis 24 h) oder die Buchinger-Fasten - Methode. Letztere hat sich als die geeignetste für das Fasten gesunder sowie das Heilfasten bei Erkrankten bewährt.


Lützner hat den Kerncharakter des Fastens wie folgt zusammengefasst: Fasten ist eine naturgegebene Form menschlichen Lebens; Leben aus körpereigenen Nahrungsdepots („innere Ernährung“); eine Verhaltensweise von selbstständigen Menschen, die sich frei dafür entscheiden können; es betrifft den ganzen Menschen, Körper, Seele und Geist und kann tiefere Schichten des menschlichen Seins berühren. Außerdem ist es das beste Mittel, um in Form zu kommen oder zu bleiben und um die eigene Lebensweise zu ändern. Fasten ist nicht: Hungern; Entbehrung oder Mangel; bedeutet nicht: weniger essen oder beispielsweise die Abstinenz von Fleisch am Freitag - das wäre nur Verzicht; und es muss nichts mit Religion zu tun haben.


gesunder fasten tee

Und warum wird es als "königlicher Heilweg" bezeichnet?

Was genau passiert so Heilendes im Körper, während man auf feste Nahrung verzichtet? Alles dazu in Teil 2.


Hast du schonmal gefastet?

Was sind deine Erfahrungen?


Für eine ganzheitliche Begleitung während deiner Fastenzeit schau dir gerne mein online Fastenprogramm und Ebook RESET. an.























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